Orthetik

Orthesen sind körpernahe technische Hilfsmittel, die an ein vorhandenes Körperteil angelegt weren und dieses in der Funktion unterstützen.

Aufgaben von Orthesen:

Stabilisieren (stützen):

  • stützen, weil die eigenen Muskelkraft zum Stützen nicht ausreicht (z.B. schlaffe Lähmung, Peroneuslähmung)

Fixation (ruhigstellen):

  • ruhigstellen (Feststellen) – etwas unbeweglich machen, d.h. Bewegungen werden in bestimmten Körperabschnitten ausgeschlossen (z.B. Verletzungen, Knochenbrüche)

Redression (korrigieren):

  • korrigieren, d.h. zurückbringen in die normale anatomische Form z.B. Korsett bei Skoliose, Quengelschienen bei Gelenkversteifungen, Klumpfuß)

Retention (Führen):

  • Gelenk in der normalen Bewegung unterstützen oder Bewegungen limitieren (begrenzen), z.B. nach einer Bandplastik im Kniegelenk

Kompesation (Ausgleichen):

  • z.B. bei Beinlängendifferenzen, durch eine Schuheinlage (0,5-1 cm), Absatzerhöhung oder orthopädischer Schuh

Entlastung:

  • Umverteilung der Last auf bestimmte Körperstellen

 

Orthesenbauweisen:

Schienen-Schellen-Apparat

  • Schienen sind durch schmale Metallschellen miteinander verbunden
  • viel Haut- und Muskelfreiheit

Schienen Hülsen Apparat

  • Schienen sind durch großflächige Hülsen miteinander verbunden
  • weniger Haut- und Muskelfreiheit
  • großflächige Druckverteilung

Schienen-Schellen-Hülsen-Apparat

  • Kombination aus beiden Varianten

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